Unser Verbund “Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungskämpfe im Übergang” veranstaltet am 25.11.2026 einen Policy-Workshop am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München.

Thematik & Zielsetzung

Russlands Krieg gegen die Ukraine, die Infragestellung der NATO durch die US-Regierung und geopolitische Rivalitäten haben eine Welle der Aufrüstung in Deutschland und Europa ausgelöst. Damit gehen Forderungen nach breitem gesellschaftlichem Engagement einher, etwa im Zivilschutz oder bei der Wehrpflicht, um wehrhaft und resilient handeln zu können. Gleichzeitig stellen sich Fragen der zivilgesellschaftlichen Beteiligung und demokratischen Kontrolle: wie lassen sich demokratische, den Grundrechten verpflichtete Institutionen und Prozesse stärken gegen autokratische Bestrebungen und Desinformation durch antidemokratische Kräfte? Wie lässt sich der Ausbau der Rüstungsindustrie und Verteidigungsfähigkeit gesellschaftlich rückbinden und demokratisch kontrollieren?

Ziele des Workshops:

  • Analyse aktueller globaler sicherheitspolitischer Herausforderungen und ihrer regionalen Auswirkungen
  • Diskussion der Möglichkeiten zur Stärkung der demokratischen Kontrolle und Resilienz auf lokaler und regionaler Ebene
  • Vertiefte Betrachtung der bayerischen Rüstungsindustrie und von Desinformation und Sabotage
  • Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen im Dialog zwischen Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Bundeswehr und Medien

Rahmenprogramm

Am Vorabend findet am IfZ die Podiumsdiskussion „Demokratieresilienz in Zeiten weltpolitischer Umbrüche: Die Bundesrepublik Deutschland und ihre Bündnisse in Geschichte und Gegenwart“ (24.11., 18:00–19:30 mit anschließendem Empfang) statt. Teilnahme frei, keine Anmeldung erforderlich.

Hintergrund

Der Workshop wird vom BMFTR-geförderten Forschungsverbund “Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungskämpfe im Übergang” veranstaltet. Der Verbund untersucht die Rolle von Deutungskämpfen für Prozesse des politischen Wandels und stellt Orientierungswissen zu aktuellen Konfliktlagen für Politik, Zivilgesellschaft und die Öffentlichkeit bereit.

Der Workshop wird ko-organisiert mit den Verbundpartnern am IfZ und dem neugegründeten Conflict, Crisis, and Change (C³) Research Center an der Universität Bayreuth.

Kontakt: Verbundkoordinator Dr. Jan Sändig (jan.saendig@uni-bayreuth.de)

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