Der Arbeitskreis „Herrschaftskritische Friedensforschung“ der AFK lädt im Wintersemester 2026/27 herzlich zu einer digitalen Kolloquiumsreihe ein. Die Reihe bietet Raum für offenen und kollegialen Austausch über laufende und abgeschlossene Forschungsprojekte sowie über aktuelle Debatten und Entwicklungen in der Friedens- und Konfliktforschung. K. Andra Avram aus unserem Verbund „Deutungskämpfe im Übergang“ ist, gemeinsam mit Laura Kotzur, Ko-Organisatorin des Kolloquiums.
Den Auftakt machen am 12. Oktober 2026 María Cárdenas, Philipp Lottholz und Leon Bijan Kianzad. Weitere Termine folgen im November (Elena Smirnova), Dezember (Hanna Pfeifer), Januar (Laura Kotzur) und Februar (Max Mutschler) und greifen eine breite Vielfalt an Themen, Perspektiven und methodischen Zugängen auf. Die Veranstaltungen finden (fast immer) Montags zwischen 17 und 18 Uhr sowie je nach Termin auf Deutsch oder Englisch statt.

Weitere Details und Anmeldung zum Kolloquium
Hintergrund zum Arbeitskreis „Herrschaftskritische Friedensforschung“
Ausgehend von einem Unbehagen an einer drittmittelgetriebenen und zunehmend unreflektierten Anwendungsorientierung von Wissenschaft und einer Kritik an der Normalisierung operativer und kognitiver Nähe der Friedens- und Konfliktforschung zum Militär will dieser Arbeitskreis eine Plattform für jene Kolleg*innen bieten, die ihr Tun in diesem Feld anders verstehen: orientiert an zivilgesellschaftlichen Interessen und Akteur*innen, vernetzend zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden, inspiriert insbesondere von post- und dekolonialen und damit verknüpften feministischen sowie marxistischen Perspektiven, im Austausch nicht nur unter Wissenschaftler*innen, sondern auch mit Aktivist*innen und sozialen Bewegungen, die nicht in erster Linie zu Beforschende sind, sondern von und mit denen wir in Theorie und Praxis kritischer Wissensproduktion lernen wollen.
